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Pixelpark mit Machtkampf 13.01.2003
BoersenMan.de
Pixelpark (WKN 514350) ist eine Internetagentur und gehörte zu den Überfliegern des Neuen Marktes, berichten die Experten von "BoersenMan.de".
Das Unternehmen habe den branchentypischen Absturz hinter sich. Börsenwert von 4 Milliarden runter auf 20 Millionen, von 1.200 Mitarbeitern würden gerade noch 200 vorm Bildschirm sitzen, und die laufenden Verluste seien so groß, dass das Geld wohl nur noch bis zum Jahresende reiche. Eigentlich schon Dramatik genug, doch obendrein liefere sich die Führungsriege des Unternehmens einen Machtkampf wie im Denverclan.
Im Mittelpunkt stehe der 61jährige Medienmanager Jürgen Richter. Er sei elf Monate lang Aufsichtsratsvorsitzender von Pixelpark gewesen, also Kontrolleur des Managements, und sei kurz vor Weihnachten zu dem Schluss gekommen: die könnten es nicht. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion habe er den Gründer und Vorstandsvorsitzenden Paul Neefs einen Tag vor Weihnachten rausgekickt und sich selber als Boss eingesetzt. Völlig legal nach deutschem Aktienrecht. Doch dasselbe Recht gebe dem geschassten Paul Neef die Chance auf Rache. Neef gehöre zu den Großaktionären von Pixelpark und könne mit anderen Aktionären zusammen den Aufsichtsrat feuern, sich selbst in den Aufsichtsrat wählen und dann seinen Widersacher abschießen - genauso wie er selbst abgeschossen worden sei.
So liefere das deutsche Aktienrecht den Stoff für eine Soap. Voraussetzung für den Rachefeldzug: eine außerordentliche Hauptversammlung. Die müsse Vorstand Richter einberufen, wenn sein Intimfeind Neef es verlange. Und das solle er per Fax am Wochenende getan haben. Folge des Machtkampfs sei, die Sanierung des Unternehmens verzögere sich, und die außerordentliche HV koste das ausgeblutete Unternehmen außerordentlich viel Geld.
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